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Tage der Begegnung in Langenstein-Zwieberge

Landesvorsitzender Steinecke nimmt am Gedenken an die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge teil.

Die Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge und die „Gruppe der zweiten Generation“ laden jedes Jahr im April zu den „Tagen der Begegnung“ auf dem Gelände des ehemaligen KZ am Rande des Harzes ein. Auch in diesem Jahr folgten viele Menschen, darunter auch zwei Überlebende, Angehörige ehemaliger Häftlinge, der Botschafter Belgiens und ein Vertreter der französischen Botschaft sowie der Vizepräsident des Landtages von Sachsen-Anhalt, der Einladung.

Der Landesvorsitzende des Volksbundes in Sachsen-Anhalt, Dieter Steinecke, war von der Veranstaltung tief bewegt. Ihm liegt dieser Erinnerungsort sehr am Herzen, daher unterstützt er die jahrelange Zusammenarbeit des Volksbundes mit der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge im Jugend- und Bildungsbereich. Gemeinsame Projekte wie die „Namenssteine“ sollen den Opfern ihre Identität und Würde zurückgeben und den Nachgeborenen helfen, aus der Geschichte zu lernen.

Jugendprojekt im Sommer 2013
In diesem Sommer plant der Volksbund erneut ein ganz besonderes Projekt mit der Gedenkstätte: Deutsche und französische Jugendliche werden sich mit dem Fahrrad auf Spurensuche begeben. Das Fahrradcamp versucht, die Spuren des sogenannten „Todesmarsches“ nachzuvollziehen. Die sich noch am leben befindlichen Häftlinge des KZ Langenstein-Zwieberge wurden im Frühjahr 1945 über hunderte Kilometer durch Sachsen-Anhalt auf diesen „Todesmarsch“ getrieben.

Die Jugendlichen werden sich zunächst in der Gedenkstätte mit der Geschichte des damaligen Lagers vertraut machen, bevor sie ihre zweiwöchige Tour über Hettstedt, Köthen und Bitterfeld nach Dessau und schließlich nach Magdeburg führt. Das binationale Camp wird durch die Schirmherrschaft des französischen Botschafters, S.E. Herrn Maurice Gourdault-Montagnge, und des Innenministers des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Holger Stahlknecht, unterstützt und vom deutsch-französischen Jugendwerk gefördert.

„Es ist wichtig, dass sich junge Menschen mit der dunklen Vergangenheit des letzten Jahrhunderts beschäftigen und auseinandersetzen, denn nur so kann erreicht werden, dass sich in Zukunft derartige Geschehnisse nicht wiederholen,“ betonte Steinecke.

Text: Jan Scherschmidt | Foto: Anita Steincke und Holger Wegener