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Projekt: „Integration von Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt"

In der Vergangenheit haben die EU, der Bund und die Kommunen viele Projekte in Bezug auf Eingliederung von Langzeitarbeitslose entwickelt. Doch die Ergebnisse waren zum Teil nicht zufriedenstellend. Im Jahr 2012 überlegte sich das Abgeordnetenbüro von Dieter Steinecke, wie man die Langzeitarbeitslosen in Lohn und Brot bringen könnte und gleichzeitig auch den Fachkräftemangel in Sachsen - Anhalt  zu verringern.  Um diese Idee umzusetzen, wurden das  Europäischen Bildungswerk (EBG) und das Jobcenter Magdeburg als Partner gewonnen.

Es wurde ein zertifiziertes Programm entwickelt, das sich in vier Modulen aufschlüsselt:

1. Profiling
2. Kompetenzermittlung
3. hamet2-Verfahren
4. Vermittlung und Coaching

In den ersten beiden Phasen wird das Potenzial des Teilnehmers analysiert und ein aussagekräftiges Profil erstellt.
In den Phasen 3 und 4 erfolgt eine Förderung der persönlichen Kompetenzen und Vermittlung in ein Arbeitsverhältnis.

Insgesamt werden die Projektteilnehmer über 6 Monate betreut und in praxisnahen Unterrichtseinheiten geschult.

Aufgrund der individuellen Betreuung in kleineren Gruppen ist der Vermittlungserfolg als sehr hoch zu bewerten.

Beim Abschluss erhalten die Teilnehmer trägerinterne Bescheinigungen des EBG, in denen Inhalt und Umfang der Maßnahme dokumentiert werden.

Nachfolgende Unternehmen konnten als Projektpartner gewonnen werden.

Stahlbau Magdeburg GmbH
WOBAU Magdeburg
Agro Bördegrün GmbH & Co. KG
Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG (SWM Magdeburg)
Brandt & Wangler
L & K Reinigungsservice
Bauelemente und Immobilien GmbH
Universität Otto-von-Guericke Magdeburg

"Wir freuen uns, dass wir so viele Unternehmen für dieses Projekt begeistern konnten und bedanken uns für ihre Bereitschaft. Es ist sehr wichtig, dass Menschen ohne Arbeit nicht  von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Wir hoffen, dass durch diese Maßnahme vielen Menschen geholfen werden kann, eine neue Beschäftigung und Aufgabe zu finden", so Dieter Steinecke.

» Presse-Artikel Volksstimme Magdeburg vom 26.03.2013


Hintergrund
Sachsen-Anhalt verarbeitete den wirtschaftlichen Strukturwandel nach 1990 mit Erfolg und Rückschlägen zugleich. Die großen Kombinate hatte schwere strukturbedingte Schwierigkeiten beim Übergang in die Marktwirtschaft, da ihre technischen Anlagen meist völlig veraltet waren, durch einen hohen Einsatz von Arbeitskräften geprägt waren und schwere Umweltschäden verursachten. Insbesondere die Kombinate im Maschinenbau, dem Chemiedreieck und im Bergbau brachen rasch nach der Wende zusammen, was den Verlust von mehreren zehntausend Arbeitsplätzen zur Folge hatte.

Die Arbeitslosigkeit im Bundesland Sachsen-Anhalt stieg von 10,3 % (167.127 Menschen) im Jahre 1991 über 16,5 % (208.149 Menschen) im Jahre 1995 auf den Höchststand von 21,7 % 1998/1999 und verharrte auf diesem, in Deutschland zu dieser Zeit höchsten Niveaus über mehrere Jahre bis 2005. Ab 2005 sank die Arbeitslosigkeit langsam und kontinuierlich auf rund 11,5 % im Frühjahr 2011, was im Ländervergleich dem 14. von 16 Rängen entspricht. Dabei zeigt sich auch innerhalb des Bundeslandes ein Gefälle: so betrug die Quote im Landkreis Börde im Mai 2011 7,9 % und lag im Landkreis Mansfeld-Südharz mit 14,3 Prozent fast doppelt so hoch. Insgesamt gelang dem Land seit 1990 eine langsame, aber relativ stetige wirtschaftliche Erholung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verdoppelte sich in sieben Jahren von 20,3 Milliarden Euro im Jahr 1991 auf 42,7 Milliarden Euro im Jahr 1998. Die nächsten sieben Jahre bis 2005 waren von einer geringeren Dynamik geprägt, das BIP wuchs lediglich auf 47,4 Milliarden Euro, was rund zehn Prozent Wachstum entspricht. 2006 sprang das Wachstum wieder stärker an und das BIP stieg bis 2008 auf 52,7 Milliarden Euro, was rund elf Prozent in drei Jahren entspricht. Mit einem Rückschlag durch Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 liegt das BIP 2010 bei 52,1 Milliarden Euro, womit es im Ländervergleich auf dem 12. Platz liegt.
(Quelle: wikipedia)