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Innenminister Stahlknecht bringt deutsch-französisches Fahrradcamp ins Rollen

20 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus Frankreich und Deutschland starteten am Montag, 12. August, mit ihrer zweiwöchigen Fahrradtour durch Sachsen-Anhalt. Die Jugendbegegnung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. steht unter der Schirmherrschaft des Ministers für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht und des französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne.

Das Fahrradcamp führt die Jugendlichen von Magdeburg nach Langenstein am Harz, wo sie die Geschichte des KZ Langenstein-Zwieberge kennenlernen. Dort wurden, wie im
bekannteren KZ Mittelbau Dora, die Gefangenen gezwungen, Stollen in den Berg zu treiben um Rüstungsproduktion unter Tage zu legen. Im April 1944 wurden die Häftlinge, die sich international zusammensetzten, zu einem so genannten Todesmarsch gezwungen, der über Köthen und Prettin bis nach Wittenberg führte und mehrere Hundert Todesopfer forderte. Die Jugendlichen folgen mit den Fahrrädern dieser Strecke, treffen Zeitzeugen, besuchen Gedenkorte und diskutieren, wie wir zukünftig solche Gräuel verhindern können.

Das von der Jugendstiftung der Stadtsparkasse Magdeburg und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) geförderte Projekt findet im Jubiläumsjahr der Elyséeverträge statt. Die gemeinsame Auseinandersetzung von deutschen und französischen Jugendlichen mit der Geschichte ist dabei ein Baustein der deutschfranzösischen Aussöhnung und des europäischen Friedensprojektes.

Nachdem die Jugendliche gestern von Minister Holger Stahlknecht, dem Landesvorsitzenden der Kriegsgräberfürsorge Dieter Steinecke sowie Beamten der Magdeburger Fahrradpolizeistaffel vom Domplatz auf den Weg gebracht wurden, stehen Ihnen nun 400 km bevor. Das Camp endet am 23. August in Magdeburg.
Übernachtungen finden in Turnhallen in Halberstadt, Quedlinburg, Hettstedt, Köthen, Bitterfeld-Wolfen, Prettin, Wittenberg, Dessau und Magdeburg statt. Ein Zeitzeugengespräch ist am 15.08. in Welbsleben geplant.