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Bundesverdienstkreuz für verdienstvollen Magdeburger

Im Namen des Bundespräsidenten hatte Sachsen-Anhalts Staatskanzlei am Mittwoch in den festlichen Saal des Magdeburger Palais am Fürstenwall geladen.

Denn vier Bürger, die sich über Jahrzehnte ehrenamtlich engagiert hatten, sollten im Beisein von Angehörigen, Freunden und Weggenossen mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt werden. Unter ihnen der Magdeburger Dieter Steinecke - seit 2002 Landtagsabgeordneter, zuvor 11 Jahre Bürgermeister und Beigeordneter der Landeshauptstadt Magdeburg, langjähriger Vorsitzender des Stadtsportbundes, Initiator des Bürgerhauses Alte Schule Salbke, Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Sachsen-Anhalt, langjähriger Vorsitzender des Deutsch-Ukrainischen Forums, engagiert für den Neubau der Magdeburger Synagoge, und, und, und... "Ein Hans Dampf in allen Gassen", wie es Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in seiner Laudatio voller Respekt über den umtriebigen Landtagspräsidenten a.D. ausdrückte.

Und Dieter Steinecke war sichtlich gerührt, als ihm das Große Verdienstkreuz überreicht wurde. Gefragt, woher denn die Kraft für dieses Engagement komme, antwortete der "Magdeburger mit Herz" bescheiden, dass er doch eigentlich nur das zurückgebe, was er selbst Zeit seines Lebens an Gutem empfangen habe. Doch jeder der ihn kennt - und nicht nur in Magdeburg halten ihn die Leute an und grüßen ihn beim Namen - weiß, dass Dieter Steinecke vor allem ein Mann der Tat ist. Da wo andere zögerlich warten, sieht er die Chance, hilft bei der Problemlösung, bringt Hilfebedürftige und Hilfsbereite zusammen.
Zu den ersten Gratulanten gehörten neben Ehefrau Anita, den Töchtern und Enkeln auch seine Schwester und Schwager sowie Weggefährten aus Politik und Vereinen.
 
Doch auch in dieser Ehrenstunde blieb er sich treu und verwies in ehrlicher Hochachtung auf das Engagement seiner drei Mitgeehrten. Unter ihnen Krankenschwester Ursula Sommer, die mit aufopferungsvollem Dienst in Halberstadt schon zu DDR-Zeiten die Hospizarbeit aufgebaut hat und noch heute als 88-Jährige im Diakonie-Pflegeheim Palliativpatienten und ihre Angehörigen begleitet. Oder Wolfgang Schökel aus Wernigerode, der sich seit mehr als sechs Jahrzehnten in der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes engagiert, um Verunfallten im Gebirge zu helfen. Der Dritte im Bunde war Dr. Arwed Grieshaber aus Baden-Württemberg, der sich seit zwei Jahrzehnten im Südharz für die Bewahrung des Erbes des Dichters Novalis einsetzt und mit beträchtlichen eigenen Mitteln die Novalis-Stiftung auf Schloss Oberwiederstedt ins Leben gerufen hat.
 
Text und Fotos: Thomas Nawrath