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Ein klares "Nein!"

Kinder sind keine Soldaten - Gymnasiasten aus Gardelegen setzen eindeutiges Zeichen
Über zweihundert Schülerinnen und Schüler opferten ihre Schulpause und versammelten sich im neugebauten Amphietheater des Geschwister - Scholl Gymnasiums von Gardelegen. Sie wurden gleich von einer ganzen Delegation empfangen - Bürgermeister Fuchs war ebenso gekommen wie der Schulleiter Collatz, Herr Steinecke, Vorsitzender des Landesverbandes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Kreisverbandsvorsitzende Dr. Becker.
Sie alle waren wegen einer Botschaft anwesend: Kinder sind keine Soldaten!
Herr Dr. Becker erinnerte in einer Ansprache an den schrecklichen Einsatz von Kindern am Ende des zweiten Weltkrieges und schlug den Bogen zu Gegenwart, in der weit mehr als 250.000 Kinder weltweit mit der Waffe umgehen müssen.
Welcher Kontrast das Leben dieser Kinder im Vergleich zu den Chancen der anwesenden Jugendlichen bildet, machte auch Herr Steinecke klar und bedankte sich bei den jugendlichen für ihren Einsatz für Demokratie und Frieden. Nicht umsonst darf die Schule stolz den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" tragen. Bereits seit Jahren engagieren sich Schüler zum Beispiel auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe.
Schließlich strömten die Schüler an die Tische, an denen sie die Möglichkeit hatten mit ihrem Handabdruck ein deutliches Zeichen zu setzen. 194 Schülerinnen und Schüler forderten heute in Gardelegen: Waffen nicht in Kinderhände!

Presseartikel aus der Volksstimme vom 22.06.2011

[Quelle: Volksbund Sachsen-Anhalt]