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Jugendliche protestieren gegen Einsatz von Kindersoldaten

Kinder sollen Kinder sein dürfen - diese Botschaft vertraten am Montag ein gutes Dutzend Jugendliche im Landtag von Sachsen-Anhalt. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in mehreren Schulprojekten über das Schicksal von Kindersoldaten informiert. Sie beschlossen zu handeln und sammelten im Rahmen der "Aktion Rote Hand" über 1.900 rote Handabdrücke von Freunden, Lehrern und Passanten - jeder einzelne eine Stimme des Protests gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Als Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen-Anhalt des Volksbundes begleitete der Abgeordnete Dieter Steinecke die Schülerinnen und Schüler am Montag zu ihrem Treffen mit Landtagspräsident Detlef Gürth. Der hatte sich bereiterklärt, die Schirmherrschaft über die Aktion zu übernehmen und lobte die Jugendlichen für ihren Einsatz. Vier prall gefüllte Sammelordner mit blutroten Handabdrücken wurden von Politikern und Schülern gemeinsam an die beiden UNO-Jugenddelegierten Heidrun Fritze und Andreas Deutinger weitergegeben, die sie in wenigen Wochen mit nach New York nehmen werden. Denn die Jugenddelegierten begleiten die deutsche Delegation zur UN-Vollversammlung und sollen speziell die Belange der Kinder und Jugendlichen vertreten. Die roten Hände aus Sachsen-Anhalt wollen sie direkt an Botschafter Wittig übergeben, der momentan der Arbeitsgruppe "Kinder und bewaffnete Konflikte" des Sicherheitsrates vorsitzt. Im Herbst wollen die Schüler "ihre" Jugenddelegierten noch einmal einladen und darüber ausfragen, was sie in New York erreichen konnten.

MDR-Beitrag

Fotos: Jan Scherschmidt / Volksbund