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Verleihung des Kaiser-Otto-Preises

Nicht immer stehen Politiker selbst im Mittelpunkt – manchmal dürfen sie auch einfach nur Gast sein und zuschauen. Diese Gelegenheit nutzte Landtagspräsident a.D. Dieter Steinecke am Donnerstag-Nachmittag, um gemeinsam mit 500 Ehrengästen der festlichen Verleihung des Kaiser-Otto-Preises an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Magdeburger Dom beizuwohnen. Die Auszeichnung nahm Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper vor; die Laudatio sprach Litauens Staatspräsidentin Dr. Dalia Grybauskaité. Auch die Bischöfe Dr. Gernot Feige und Ilse Junkermann, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Minister und Staatssekretäre sowie Botschafter ehrten die Kanzlerin mit ihrer Teilnahme an der Preisverleihung.

Frau Grybauskaité sagte: „Europa hatte Glück gehabt, dass wir eine entschlossene, kreative und verantwortungsbewusste Führungspersönlichkeit haben. (…) Nicht nur die Zukunft Deutschlands, sondern auch die Zukunft Europas liegt heute auf den Schultern der Bundeskanzlerin.“ Merkel selbst sprach von einer großen Ehre. Der Kaiser-Otto-Preis stehe für „Verständigung, Partnerschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit unserer Staaten in Europa.“ Angesichts der gegenwärtigen Schuldenkrise mahnte die Kanzlerin zum verantwortungsbewussten Handel aller Europäer.

Mit dem Preis würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg seit 2005 herausragende Leistungen zur Förderung des europäischen Einigungsprozesses; erster Preisträger war Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Kaiser Otto I. (912-973) gilt als Begründer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und damit eines gemeinsamen europäischen Kulturkreises von Süditalien bis zur Ostsee. Er setzte sich für die 968 erfolgte Gründung des Erzbistums Magdeburg ein und legte den Grundstein für die Mauritiuskirche, den Vorgänger des heutigen Domes St. Mauritius und Katharina. Hier befindet sich die Grablege des Regenten und seiner ersten Gemahlin Editha.

Presse Internet:
Volksstimme Magdeburg
N-TV

Fotos: Thomas Nawrath