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"Internet und Demokratie"

Am Mittwoch moderierte Dieter Steinecke eine Podiumsdiskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zum Thema "Internet und Demokratie". Er verwies darauf, dass gerade die jüngeren Internet-Nutzer oft gar nicht im Blick hätten, dass ihre Einträge bei Schueler.VZ oder Facebook kaum geschützt sondern für eine große Öffentlichkeit zugänglich sind. Neben allen Chancen, die das Internet auch für die politische Diskussion bietet, müssten Eltern und Lehrer die Kinder und Jugendlichen auch darauf hinweisen. Freya Gergs zeigte am Beispiel des Facebook-Eintrags von "Frischluft" die Möglichkeiten des Mediums Internet, bspw. um sich Auszutauschen und Termine mit vielen Leuten abzustimmen. Dr. Stefan Eisel von der KAS wies in seinem Vortrag aber auch darauf hin, dass nur etwa 10% der Bevölkerung aktiv in den sozialen Netzen sind. Die große Mehrheit nutzt nur ein E-Mail-Programm oder schaut nach Schnäppchen-Angeboten auf diversen Verkaufsplattformen. Zudem hätten Studien gezeigt, dass durch das Internet keine neuen Interessengruppen für die Politik erreicht werden. Vielmehr surfen die meisten "User" nur auf den Themenseiten, die sie auch zuvor schon interessiert haben - sei es Sport, Nachrichten, Literatur, Filme, Musik, Auto oder Politik. Kritisch sei jedoch, dass sich manche Trends im world-wide-web verstärkten und bspw. der Umgang mit anderen sich radikalisiere, so Dr. Eisel.

Fotos. Thomas Nawrath