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Aktionstag „Rote Hände“ gegen Einsatz von Kindersoldaten

Der Landesvorsitzender des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Sachsen-Anhalt Dieter Steinecke, MdL übergab heute im Magdeburger Domgymnasium die „Roten Hände“ an die UN- Jugenddelegierten Sabrina Reindl. Von einer Kindheit in Frieden können viele Kinder nur träumen. Mehr noch: In vielen Regionen der Welt werden Kinder  als Soldaten in Kriegen missbraucht. Der "Red Hand Day – Rote Hände Tag" macht jedes Jahr auf ihre Situation aufmerksam.
Vor zehn Jahren - am 12. Februar 2002 - trat das Zusatzprotokoll zur Beteiligung von Kindern in bewaffneten Konflikten in Kraft. Zwei Jahre später wurde erstmals der Aktionstag "Red Hand Day" begangen. Die rote Hand steht dabei als Symbol, um "Nein" zu sagen zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten.
Kinder müssen das Recht und die Möglichkeit haben, in Frieden und Geborgenheit aufzuwachsen. Die deutsche Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Situation von Kindern zu verbessern, die durch gewaltsame Konflikte ihrer Kindheit beraubt würden.

In Sachsen-Anhalt haben sich in diesem Jahr über 200 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen mit dem Thema „Kindersoldaten“ beschäftigt. Im Rahmen der Schularbeit des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nahmen engagierte Jugendliche an der Aktion „Red Hand Day“ teil.

Dieter Steinecke setzte mit seinem Handabdruck ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten.
Er lobte das Engagement der Jugendlichen, die sich an dem Aktionstag beteiligt haben und gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten protestieren. Das Engagement kann helfen, Kindern in der ganzen Welt ein Schicksal als Kindersoldat zu ersparen.

Weltweit werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 250.000 Kinder als Soldaten in Konfliktgebieten eingesetzt. Das Zusatzprotokoll zur Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten ergänzt das Übereinkommen der VN über die Rechte des Kindes. Bisher haben es 143 Staaten ratifiziert. Die Bundesregierung ratifizierte es 2004 und setzt sich seitdem mit Nachdruck für die Umsetzung ein. Deutschland setzt sich auch anderweitig dafür ein, dei Situation betroffener Kinder zu verbessern - so hat es in der Arbeitsgruppe des VN-Sicherheitsrats zu Kindern in bewaffneten Konflikten den Vorsitz inne und arbeitet eng mit Radhika Coomaraswamy, der VN-Sonderberichterstatterin zu dem Thema, zusammen.

Mehr Informationen über den Aktionstag unter: www.redhandday.org

Die Aktion „Red Hand Day“ fand heute ihren Abschluss. Schulen aus Magdeburg, Aschersleben, Calvörde, Gardelegen, Mieste und Stendal schickten Schülerdelegationen.
Bei einer interaktiven Straßenaktion auf dem Magdeburger Bahnhofsplatz machten die
Jugendlichen Passanten auf die Thematik aufmerksam und sammelten dabei viele rote Handabdrücke. Gleichzeitig fand im Magdeburger Domgymnasium ein Seminar zum Thema „Kinder- und Menschenrechte“ statt.

Fotos: Manuel Rupsch