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Start der Haus- und Straßensammlung

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. startet in diesen Tagen seine jährliche Haus- und Straßensammlung. Der Landesvorsitzender Dieter Steinecke war gestern und heute bei der Auftaktsammlung mit dabei. Der Volksbund wirbt um Spenden, um seine friedensstiftende Arbeit fortsetzen zu können. Dabei wird er unterstützt durch seine Mitglieder und durch die Bundeswehr. In den Wochen bis zum Volkstrauertag, dem Gedenktag an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, am 18. November 2012 werden überall im Land Sammler unterwegs sein und die Bürgerinnen und Bürger um Spenden bitten. Jeder Euro in der Sammeldose zählt.

Seit 1919 kümmert sich der Volksbund um die Kriegsgräber im Ausland. Diese Aufgaben sind noch nicht abgeschlossen. Derzeit wird mit allen Kräften versucht, noch so viele Schicksale wie nur möglich zu klären und den Hinterbliebenen Auskunft über den Verbleib ihrer Toten zu geben.

Die schrecklichen Katastrophen des letzten Jahrhunderts, die beiden Weltkriege, die Europa und der ganzen Welt millionenfachen Tod, Leid und Zerstörung einbrachten, sind noch bis in unsere heutigen Tage spürbar.
Kriegsgräberstätten in aller Welt sind sichtbare Zeugnisse dieser schrecklichen Vergangenheit. Es sind die unter dem Schutz des Völkerrechtes stehenden, dauerhaften Ruhestätten für die Menschen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft den Tod fanden.

Die Erhaltung und Pflege der deutschen Kriegsgräber im Ausland wird, anders als bei anderen Nationen, im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland durch einen gemeinnützigen Verein übernommen, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.  In Sachsen-Anhalt ist der Volksbund Ansprechpartner für Angehörige und Hinterbliebene und begleitet die Fürsorge für die Kriegsgräber im Inland, die durch die Länder gewährleistet wird.

Es ist zudem wichtig, Wege zu finden, damit die Kriegsgräber, die man auf Basis internationaler Abkommen auf Dauer pflegt und erhält, nicht in Vergessenheit geraten. Die vielen Friedhöfe, auf denen die Kriegstoten ruhen, sollen den nachkommenden Generationen als Mahnung zum Frieden dienen. Die Auswirkungen der schrecklichsten Kapitel der Geschichte Europas und der Welt des 20. Jahrhunderts werden auf Kriegsgräberstätten unweigerlich deutlich. Der Volksbund arbeitet deshalb intensiv mit jungen Menschen und nutzt die Friedhöfe, auch in Sachsen-Anhalt, als Lernorte und als Ausgangspunkt für seine Bildungsarbeit im Bereich der Friedens- und Demokratieerziehung.

Fotos: Manuel Rupsch